Renovierung meiner Altbau-Wohnung

Das Thema der Woche bei Webmasterfriday ist Renovieren der Wohnung. Nachdem wir hier seit Monaten eine Altbauwohnung renovieren, muss ich einfach etwas dazu schreiben…

Die Wohnung war beim Einzug mit grellgrün und orange gestrichener Rauhfaser bestückt. Auf dem Boden lag ein Billig-Teppich, der aussah, als hätte er 50 Jahre lang in Eingangsbereich eines Kaufhauses gelegen (er kann aber nicht älter als 10 Jahre gewesen sein).

Das kam erst mal alles raus. Mühsam die Tapeten abgezupft, der Teppich hat an sich erst mal keinen Widerstand geleistet. Allerdings war darunter sehr hartnäckige Ausgleichsmasse, die zu entfernen übel war. Darunter kam typisches Berliner „Ochsenblut“ zum Vorschein, das inzwischen abgeschliffen ist. Bis auf ein Zimmer sind die Dielen inzwischen geölt und sehen wunderschön aus. (Muss man ja mal sagen. Nach all der Arbeit.)

Die Wände und Decken sind teils mit Lehmstreichputz, teils mit selbst gemischter Kalk-Kaseinfarbe und Naturpigmenten in gedeckten Farben (grau, beige, graubraun, dunkelgrün) gestrichen. Übrigens sind die Farben nie genau so rausgekommen wie in der Farbtafel im Prospekt – aber trotzdem gut. An einigen Stellen haben wir die Wände im Rohzustand gelassen, z.B. im Flur, wo eine schöne alte Bemalung unter der Tapete zum Vorschein kam.

Was unter der abgehängten Decke leider nicht zum Vorschein kam, was Stuck. Wir haben deshalb Polystyrol-Stuck gekauft und angeklebt bzw. angenagelt. (Der Spezialkleber war nicht so toll. Übrigens solltet ihr vorher den Stuck ankleben und lackieren, dann Wände und Decken streichen, sonst verschmiert der Kleber diese leicht mal.) Morgen werde ich noch zwei Wände streichen.

Was dann noch ansteht, ist das Aufmöbeln einer alten Tür (Lackreste abschleifen, ölen) und der Einbau von drei weiteren. Die Neubautüren sind nämlich nicht unser Geschmack. Nun haben wir Altbau-Türen, die woanders ausgebaut wurden, gesammelt und werden diese hoffentlich bald einbauen.

Ich hätte gern Fotos eingefügt, aber die vorher-Fotos sind verloren gegangen, und im Moment habe ich keine betriebsbereite Kamera (ja, theoretisch könnte ich schon, aber das ist mir heute viel Aufwand). Vielleicht liefere ich das noch nach.

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Ein Tag mit dem Feathercraft K2 Expedition und Henning Mankell „Der Chinese“

Jetzt war ich diese Woche ja schon das zweite Mal am See und heute hatte ich Gelegenheit, das supertollste Kanu Feathercraft K2 Expedition auszuprobieren, zusammen mit einem Freund. Ich bin zwar weit davon entfernt, mir dieses geile Teil leisten zu können, aber träumen ist ja erlaubt… Man merkt dem K2 Expedition schon an, dass es für Großgewässer konstruiert ist. Es läuft nicht nur schnell, sondern auch unglaublich ruhig. Ich bin ja mit meiner Nussschale öfters mal auf den Seen unterwegs und es geht ja auch, aber… kein Vergleich!

Heute abend habe ich es mir mit dem Roman „Der Chinese“ von Henning Mankell gemütlich gemacht und bin schon völlig „reingezogen“. Obwohl es kein klassischer Krimi ist (keiner, der sich darauf beschränkt, den Mörder zu finden) oder gerade deshalb. Mankell macht da nämlich einige Exkurse, die ich ja sehr spannend finde, die aber einige eingefleischte Fans sicherlich irritieren werden. Es geht nach China und nach Afrika und um die Beziehungen dieser beiden Regionen zueinander und zu den „westlichen Ländern“. Meiner Meinung beeinhalten die aktuellen Bestseller Romane völlig zu Recht zu auch den „Chinesen“, vor allem, wenn ich mir die ganzen anderen Bücher auf der Bestseller-Liste anschaue…

Ufer

Du gehst raus zum See, du gehst zum Ufer, du bist am Rand, du bist zwischen Wasser und Land; du bist zuhause.

Du sitzt auf dem rosa Steg, hörst der Stille zu und bist selbst still. Du kommst an.

Du lässt das Kanu ins Wasser; Fische flitzen herum; wenn du angeln würdest, könntest du vom Kanu aus Angeln. Du setzt dich ins Kanu und paddelst los.

Wellentänzer

Kanuten sind Wellentänzer, ob zum leisen Schwappen der Wellen gegen die Bootwand schwappen, zum ruhigen Plätschern oder hüpfenden Spudeln oder dröhnenden Rauschen des Wassers.

Kanuten sind Wellenreiter, sie lassen sich vom Wasser tragen wie Drachflieger von Wind. Überwasser unterhimmel gleitet lautlos

der Kanadier.